Nachrichten



Termine 2019:

28.03.2019 19:30 Uhr Mitgliederversammlung
im
                             Turnerheim, mit Abendessen ab 18 Uhr

05.05.2019, 10 Uhr
Alexandertag mit Predigt von                                           Dekan i.R-Dr. Heinz-Werner Neudorfer

01.06.2019, 19 Uhr Sommerkonzert "Fine Music"
                             Weiteres siehe unten

21.09.2019, 18 Uhr "Zwölfklang" A-Capella-Chormusik                                             vom Feinsten
31.10.2019, 19.30 Uhr nach der Musik zum
                             Reformationsfest Übergabe der
                             Glasvitrine mit den mittelalterlichen
                             Glasmalereien                      





Führungen

Sommerkonzert

Veranstaltungen 2018

Mitgliederversammlung 2018

Alexanderkirchen-CD

Chorfenster

2014 Kanoniale Sonnenuhr

2013 Neuer Blick auf alte Wehrmauer

2012 Ölbergnische

Schillerglocke
Führungen im Sommerhalbjahr 2

Öffentliche Kirchenführungen in der Alexanderkirche
Am 01. April öffnet die Alexanderkirche für ihre Besucher wieder die Pforten. Bis Ende Oktober wird die Kirche bis auf wenige Ausnahmen täglich von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet sein. Für Besucher die gerne mehr über die spätgotische Hallenkirche mit ihren Besonderheiten erfahren möchten bietet die Evang. Kirchengemeinde Marbach auch in 2019 zahlreiche öffentliche Führungen an. Einige der Führungen werden ein Schwerpunktthema haben, wie z.Bsp. die Architektur oder der Bericht einer Zeitzeugin aus der Bauzeit der Kirche in historischem Gewand. Jede der ca. einstündigen Führung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt ist jeweils vor der Kirche.

Die Termine für 2019:
Ostermontag 22.04. 15.Uhr, Alexandertag 05.05. 11.Uhr, Pfingstmontag 10.06. 15 Uhr, So. 14.07. 15 Uhr, So. in den Sommerferien Architekturführung 15 Uhr, So. 08.09. Tag des offenen Denkmals 15 Uhr, So. 20.10. Kostümierte Führung 15 Uhr.

 
mehr dazu unter 
www.fuehrungen-alexanderkirche.de

 Das Gemeindebüro gibt bekannt:

Die Alexanderkirche ist in der Zeit März bis Oktober in der Regel von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr für Besichtigungen geöffnet. Kurzfristig kann die Kirche aufgrund von Gottesdiensten, Konzertproben u.a. geschlossen sein. Wenn Sie sicher gehen wollen, dass die Kirche geöffnet ist, kontaktieren Sie bitte das Gemeindebüro unter Telefon 07144/ 898013.

Für angemeldete Gruppenführungen beträgt der Beitrag 35 Euro.

Präsentation der verbliebenen mittelalterlichen Glasmalereien 

In einer Nische am linken Emporenaufgang befindet sich jetzt eine Glasvitrine mit Beleuchtung, in der die Reste einer mittelalterlichen Verglasung eines Chorfensters zu bestaunen sind. Frau Melanie Rager, Glasmalerin und studierte Restauratorin vom Stuttgarter Atelier für Glasgestaltung von Valentin Saile, hat sich für ihre Masterarbeit intensiv mit den Bruchstücken beschäftigt und sie ganz behutsam restauriert und konserviert. Was dabei herauskam, war so beachtenswert, dass  der Verein beschloss, die Glasmalereien der Öffentlichkeit zu präsentieren, erklärte der 1.Vorsitzende Herbert Pötzsch bei der Übergabe in einer kleinen Feierstunde. 

 mehr dazu bei Sakristeischrank & Glasvitrine



Herbstkonzert
Das auf a-capella-Gesang spezialisierte Vokalensemble Zwölfklang gastierte erneut auf Einladung des Vereins in der Alexanderkirche. Wie immer bei ihrem Sommerprogramm  präsentierten die Sänger eher weltliche, jazzige Stücke, Easy Listening. Für die Klassikfreunde hatten sie jedoch auch Bach und Schütz im Programm. Das Ensemble von 20 ambitionierten Sängern sang ohne Instrumentalbegleitung bis zu achtstimmige Kompositionen in verschiedenen Aufstellungen, auch im Chor mit einem besonderen Klangerlebnis. Das war Chorgesang vom Feinsten. An der Klarinette war Laura Müller zu hören.

Wir freuten uns, dass wir zu diesem Konzert auch Gäste aus der Marbacher Partnerstadt L'Isle-Adam, die an diesem Wochenende in Marbach weilten, begrüßen konnten.

Samstag, 21. September 2019, 18 Uhr, Alexanderkirche Marbach, Am alten Markt

Sommerkonzert "Fine Music" 01. Juni 2019, 19 Uhr

"Wenn die Musik der Liebe Nahrung ist, spielt weiter!“ (William Shakespeare)

Unter diesem Motto präsentierte sich das Ensemble „Fine Music“ mit Claudia Stefke-Leuser (Sopran), Heidrun Bauer-Laukemann (Flöte), und Eberhard Leuser (Klavier)  in der Alexanderkirche. Alle drei sind renommierte MusikerInnen aus der Region.
Ihr Programm war reich an musikalischen Kostbarkeiten; vom Barock über den frz. Impressionismus bis hin zur Moderne. Es gab zu hören graziöse Lieder des englischen Komponisten Henry Purcell, von Benjamin Britten einige Stücke aus den Folksong-Arrangements, die er aus einer gewissen Nostalgie heraus schrieb, Musik von Claude Debussy, die verträumte "Sheherazade" von Maurice Ravel und die Flötensonate von Jules Mouquet, ein Beispiel für sprühende, funkelnde Flötenmusik, deren einzelne Sätze aus Versen der Antike stammen. Dazwischen kommentierte Eberhard Leuser in charmantem Plauderton die einzelnen Lieder und ihre Entstehungsgeschichte. 


Neues Vorstandsmitglied

Jochen Biesinger aus Rielingshausen von der Katholischen Kirchengemeinde zur Heiligen Familie wurde einstimmig in der Mitgliederversammlung am 28. März 2019 als Nachfolger von Dr. Peter Halfter in den Vorstand gewählt. 


Veranstaltungen 2018:

Herbstkonzert, 29. September 
Am eigens dafür angelieferten Konzertflügel spielte die Marbacher Konzertpianistin Amrit Schönauer Werke von Bach, Schubert, Chopin sowie zeitgenössisches Romantic Piano. Dazwischen zeigte die junge, mehrfach ausgezeichnete Schülerin Hanna Hirzel aus Vaihingen/Enz an der großen Konzertharfe ihr großes musikalisches Können. Die zahlreichen Zuhörer waren begeistert von den zarten und perlenden, fast schwebenden Klängen von Harfe und Konzertflügel und spendeten reichlich Beifall, der wiederum mit der Zugabe von einem Abendlied und der Ode an die Freude, gespielt an der Harfe belohnt wurde. 

Alexandertag, 06. Mai 10 Uhr
Der Theologe, Buchautor, Fernsehjournalist und Moderator Peter Hahne kam auf Einladung des Vereins zur Erhaltung der Alexanderkirche und der Evangelischen Kirchengemeinde nach Marbach und hielt in der bis auf den letzten Platz besetzten Alexanderkirche die Predigt zum Alexandertag. Der Posaunenchor umrahmte festlich den Gottesdienst.
Bis zur Reformation war die Alexanderkirche eine viel besuchte Wallfahrtskirche. Hier wurden dem als Märtyrer gestorbenen und später heilig gesprochenen Kirchenvater Alexander zugewiesene Reliquien verwahrt, die nach der Überlieferung vom Kloster Speyer nach Marbach gekommen waren. Es ist eine gute Tradition geworden, dass der Verein zur Erhaltung der Alexanderkirche seit den umfassenden Renovierungsarbeiten im Jahr 1997 zum Alexandertag, dem ersten Sonntag im Mai, einen herausragenden Theologen um die Predigt bittet. Dieses Jahr war es der Fernsehjournalist und Bestsellerautor Peter Hahne, der für die Predigt aus Berlin anreiste. Er ist Studienkollege des bisherigen Marbacher Dekans Dr. Heinz-Werner Neudorfer, der die Verbindung knüpfte.
Der Diplomtheologe und Medienprofi war jahrelang das Gesicht der ZDF-Nachrichtensendungen „heute“ und „heute-journal“. Als Leiter der Programmdirektion führte er bis zu seinem Ruhestand Ende 2017 im ZDF-Sonntagstalk aus dem Studio vom Brandenburger Tor mehr als hundert Sommerinterviews mit den Spitzen der Republik. Seit 1996 ist er Kolumnist der „Bild am Sonntag“. Von 1992 bis 2009 war Peter Hahne Mitglied im Rat der Evangelischen Kirche (EKD) in Deutschland, er ist Kuratoriumsmitglied des evangelikalen Vereins ProChrist und seit Dezember 2017 Mitglied der Deutschen Evangelisten Konferenz. Er erhielt zahlreiche Ehrungen.
Er gilt als wortgewaltige Persönlichkeit mit klarer Ansage. Seine politischen Aussagen provozieren manche und regen zum Widerspruch an. Als Moderator und Kommentator vertritt er aufgrund seiner christlichen Grundhaltung wertkonservative Positionen, die sich auch in seinen zahlreichen Veröffentlichungen wiederfinden. Sein Buch „Schluss mit lustig“ wurde Jahresbestseller auf der Spiegel-Liste im Jahr 2005, 2006 erreichte es Platz fünf. Darin übt er Kritik an der von ihm so genannten „Spaßgesellschaft“.




Mitgliederversammlung 2018
Sie fand am 15. März wiederum im Turnerheim statt. Der Vorsitzende berichtete von den Aktivitäten des Vereins im vergangenen Jahr. Für den erfolgten Einbau einer verbesserten Beschallungsanlage hat der Verein einen Zuschuss in 2018 zugesagt. An der historischen Voit-Orgel sind Schimmelstellen aufgetreten. Sie sollen bei der ohnehin anstehenden Grundreinigung 2019 behoben werden. Auch hier gibt der Verein einen Zuschuss. Die Sanierung der Westfassade musste nochmals
verschoben werden. Der Vorsitzende erläuterte die sinkenden Mitgliederzahlen, bedingt durch das hohe Durchschnittsalter unserer Mitglieder. Deren Nachkommen wollen die Mitgliedschaft meistens nicht fortsetzen. Beim Rückblick erinnerte er an die Veranstaltungen: Gottesdienst zum Alexandertag, Konzert des Jugendphilharmonieorchesters und  Luther-Weinprobe.
Er dankte allen Mitgliedern, Freunden und Förderern für ihre Treue und Unterstützung sowie den Mitgliedern des Vorstands für die gute Zusammenarbeit und dem Team, das beim Austragen der Rundschreiben mithilft.
Der Schatzmeister berichtete über Einnahmen und Ausgaben des Vereins in 2017. Fragen dazu wurden keine gestellt. Es folgte satzungsgemäß der Bericht der Kassenprüfer und die Entlastung. Der Haushalt für 2018 wurde einstimmig angenommen.
Beim Ausblick auf 2018 wies er auf den besonderen Gottesdienst zum Alexandertag hin, bei dem der bekannte Theologe und Fernsehmoderator Peter Hahne die Predigt hielt, sowie auf das Klavierkonzert mit der Marbacher Pianistin Amrit Schönauer. Der vorgesehen Vortrag von Frau Dr. Vera Trost musste kurzfristig ausfallen. Dafür sprang Herber Pötzsch mit einem Reisebericht einer Kreistagsdelegation nach Israel ein, der mit großem Beifall aufgenommen wurde.

Alexanderkirchen-CD

"Licht im Stein - Glocken, Orgel und Bläser aus der Alexanderkirche"

Der Verein zur Erhaltung der Alexanderkirche hat eine CD mit den Glocken, der Orgel und Bläsern aus der Alexanderkirche erstellt.
Darin werden zuerst die Alexanderkirche und dann alle fünf neuen Glocken und die historische Concordia-Glocke einzeln und als Gesamtgeläute sowie die Voith-Orgel jeweils in Wort und Ton vorgestellt.
Auf der historischen Voit-Orgel spielt Kirchenmusikdirektor Hermann Toursel.  Axel Hofer vom Ev. Posaunenchor mit seinem Canstatter Brass-Ensemble übernahm den Part der Bläser.
Als Sprecherin konnte die aus Marbach stammende, in Zürich wohnhafte und beim Schweizer Fernsehen tätige Dorothee Roth gewonnen werden.
Die beiden Glockensachverständigen Claus Huber und Jens Harnisch aus Stuttgart haben die Glockenaufnahmen als selten schön bezeichnet. Auch die Orgel und die Bläser kommen ausgezeichnet zur Geltung.
Im beiliegenden Booklet werden alle Glocken einzeln und auch die Orgel sehr ausführlich beschrieben, ebenso finden sich Informationen zur Alexanderkirche und zum Verein. Ein kleines Nachschlagewerk und ein schönes Geschenk!

Die CD ist erhältlich bei

Buchhandlung Taube, Wendelinskapelle Marktstraße,
Schillers Geburtshaus, Niklastorstraße und bei den Vorstandsmitgliedern.
                                          
Notar a.D. Hartmut Braun Tel. 07144 - 123 19, Fax 886570  und Arnegunde Bärlin (abaerlin@gmx.de).

Die CD kostet 15 Euro und kann auch gerne gegen eine zusätzl. Gebühr von 2.10 Euro für Verpackung und Porto zugesandt werden. Kontonummern des Vereins bei "Verein".



Chorfenster:

Die spätmittelalterlichen Glasmalereien (spätes 15. Jh.) der Alexanderkirche waren bis 1997 an vermutlich ursprünglicher Stelle im Maßwerk des Chorscheitelfensters eingebaut. Die Glasmalereien sind die letzten erhaltenen Fragmente der bauzeitlichen Farbverglasung, gehören somit zur wandfesten Ausstattung der Alexanderkirche und sind Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung im Sinne von § 28 / § 12 DSchG.
Aus früheren Fotografien ist zu erkennen, dass in dem Dreipass ein Kopf - wohl ein Prophet - enthalten war. Es dominieren blaue, violette und rote Gläser. Es wurden Gemeinsamkeiten mit der um 1464 in Speyer ausgeführten markgräflichen-badischen Fensterstiftung für Öhringen festgestellt. 

Dieses und andere fragmentarische, mittelalterliche Maßwerkfelder mit starken Korrosionsauflagerungen und stark beeinträchtigter Durchsicht wurden bisher in einer abgeschlossenen Holzkiste im Dachraum der Alexanderkirche gelagert.

Durch Vermittlung der Werkstatt für Glasmalerei Valentin Saile in Stuttgart fertigte eine Studentin ihre Masterarbeit über diese Reste der alten Verglasung. Dabei untersuchte sie wissenschaftlich, wie weiter verfahren werden kann, will man die Fenster nicht dem weiteren Verfall preisgeben. Die Ergebnisse stellen eine Diskussionsgrundlage für den Verein und die Kirchengemeinde dar. Das Landesdenkmalamt begleitet die Arbeit.

Zur Zeit wird ein Konzept für die Unterbringung der Glasmalereien in einer Vitrine erarbeitet.

2014 
Kanoniale Sonnenuhr:

An der südlichen Außenwand der Alexanderkirche befindet sich eine Sonnenuhr. Der Schattenstab fehlte, der Stein war ungepflegt und an den Rändern angefressen. 

LInks von dieser Sonnenuhr befindet sich ein Inschriftenstein mit der römischen Jahreszahl 1453. Dieser bezeugt, dass zu jenem Zeitpunkt mit der Verbreiterung der zuvor romanischen Basilika durch den gräflichen, württembergischen Baumeister Aberlin Jörg  begonnen wurde. Mindestens so alt ist auch die Sonnenuhr. 

Die Alexanderkirche war zu jener Zeit bis zur Reformation wegen ihrer dem hl. Alexander zugeschriebenen Reliquien Stätte einer blühenden Wallfahrt. Zahlreiche Geistliche versahen dort ihren Dienst.

Die Sonnenuhr, eine sogenannte Kanoniale Sonnenuhr, bestimmte die seit Benedikt von Nursia (9.Jh.) im Tagesverlauf streng geregelten Gebets-und Messzeiten. Der Schattenstab teilt den Tag nur in Zeitabschnitte ein; er diente als einfacher Zeitanzeiger für den sich über die Jahreszeit verändernden Beginn der Messfeiern und Gebete.

Der Stein mit der Sonnenuhr und das umgebende Mauerwerk wurden restauriert und ein neuer Schattenstab - sogen. Gnomon - eingesetzt; das Regenfallrohr wurde versetzt und das Ganze sieht nun sehr ordentlich aus. Eine Tafel mit erläuternden Worten zur Sonnenuhr und dem Inschriftenstein wurde angebracht.

Zu danken ist Dipl.Ing. (FH) Matthias Weccard für die rasche Umsetzung und Dipl. Ing. Dieter Baader, der auch maßgeblich geholfen hat, die wissenschaftliche und historische Grundlage für die Kanoniale Sonnenuhr zu ermitteln.


2013:
Neuer Blick auf alte Wehrmauer

Seit den ersten Februartagen bietet sich von der Straße "Am alten Markt" aus ein völlig neuer Blick auf die Wehrmauer der Alexanderkirche: Ein Wohnhaus, das bisher direkt an die Mauer angebaut war, wurde abgerissen und dieses Stück der alten Mauer freigelegt.

Das Grundstück hatte die Stadt erworben, eine sehr großzügige Spende ermöglichte den Abriss des nicht denkmalgschützten Hauses.

Imposanter als bislang zeigt sich der Charakter des als Wehrkirche erbauten jahrhundertealten Bauwerks. Der gesamte Kirchenkomplex wirkt jetzt größer und wuchtiger.
Für die Sanierung des Mauerabschnitts kam der Verein auf.
Die freie Fläche davor wurde schlicht begrünt in die zuvor schon bestehende städtische Grünanlage integriert.
Ein aktuelles und zum Vergleich historisches Foto sehen Sie bei Höhepunkte.



2012:
Ölbergnische

Da d
ie Marbacher Alexanderkirche mit den ihrem Namenspatron Alexander, dem sechsten Papst der Kirchengeschichte, zugeschriebenen Reliquien, früher ein vielbesuchter Wallfahrtsort war, kann man sich lebhaft vorstellen, wie nicht nur am dritten Mai, dem Namenstag des Kirchenpatrons, sondern ganz besonders in der Passionszeit Andachten auch vor der Ölbergnische stattfanden. Die Ölbergnische war für die einfache Bevölkerung ein Ort, an dem geistliches und gottesdienstliches Leben stattfand.

Mit der Einführung der Reformation im Herzogtum Württemberg im Jahre 1534 hatte es damit ein Ende. Die Schutzverkleidung der Nische kam abhanden, die Landschaftsdarstellung an der Rückwand verblasste, die Holzfiguren der Ölbergdarstellung wurden 1923 zur Finanzierung einer Chorfenstererneuerung verkauft und die Nische selbst verlotterte im Laufe der Jahrhunderte.

Erst zum Abschluss der umfassenden Renovierung der Kirche wurde in den Jahren ab 2005 die Nische restauriert und konserviert, ein handgeschmiedetes Gitter angebracht und sie erhielt eine zeitgenössische Bronzeskulptur.

Und nun, also 478 Jahre nach der Reformation wurde  wieder eine Andacht am Karfreitag-Morgen vor der nun geöffneten Ölbergnische abgehalten. Dekan Dr. Heinz-Werner Neudorfer veranschaulichte in einer ausführlichen Lesung aus dem Markusevangelium  die Nöte und Ängste Jesu’ vor seiner Verhaftung im Garten Gethsemane. Sie finden in der modernen Bronzeskulptur von Michaela A. Fischer einen immer aktuellen künstlerischen Ausdruck. 


Neben der Nische befindet sich nun eine Hinweistafel mit diesem Wortlaut:

 
Ölbergnische

Vor dem Hintergrund einer Freskomalerei aus dem 15. Jh. zur biblischen Szene im Garten Gethsemane standen einst Holzfiguren aus der Zeit um 1480. Sie wurden 1923 zur Finanzierung der Chorfenster verkauft. Die von Michaela A. Fischer im Jahre 2011 geschaffene Bronzeplastik überträgt das Geschehen der Passion in die heutige Zeit. Jesus steht allein gelassen mit seiner Not und Angst – vergleichbar mit der Situation des modernen Menschen -  zwischen den abgewandten, schlafenden, sich seiner Not verschließenden Jüngern und dem ihn verratenden Judas. Die Bronzewände haben Teile eines Davidsterns zum Grundriss; sie lassen nur den Weg nach oben frei – zu Gott hin. Das hinzueilende Fußpaar symbolisiertdie „Gaffer“, die sich am Unglück Anderer weiden.

 

Für die Künstlerin Michaela A. Fischer aus Ilsfeld-Auenstein war die Enthüllung "ein großartiger Moment nach über einem Jahr Arbeit, Bangen und Zittern. Meine Vision hat sich bewahrheitet."

Einweihg.Bronzesk.JPG

Die fünfteilige, rund 400 Kilo schwere Bronzewand drücke die Not und Zunkunftsangst des todgeweihten Messias aus. "Mein Werk will ermutigen, sich in schweren Stunden Gott anzuvertrauen, will mahnen gegen Gleichgültigkeit und auffordern, Menschen in Not zu helfen. Wenn nur eine diese Botschaften bei Ihnen ankommt, dann hat sich meine Arbeit gelohnt."


Den Wortlaut der Grußworte (leicht gekürzt) finden Sie auf der Seite  "Ölbergnische"


 


Zum Schillerjahr 2009 bot die Glockengießerei Peter Glasbrenner eine besonders schöne
                                              Schillerglocke
aus Glockenbronze zu 75 Euro an. Auf der Vorderseite sehen Sie die Silhouette von Friedrich Schiller mit seinem Namenszug darunter, auf der Rückseite ein aufgeschlagenes Buch. Der obere Abschluss ist als Krone ausgeführt. Auf Wunsch kann die Glocke mit Initialen bis zu 12 Buchstaben ohne Aufpreis individuell gestaltet werden.
In die altertümlich beschriftete, würfelartige Verpackung ist der vollständige Text von "Das Lied von der Glocke" eingearbeitet.
Die Glocke kann immer noch bestellt werden bei Glockengießer Peter Glasbrenner,
E-mail HP275GLASBRENNER@aol.com, Tel. 07907 - 14 22.


 
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