Nachrichten


Termine 2022: 

Sonntag 1. Mai 10 Uhr Gotttesdienst zum Alexandertag mit Predigt in Schwäbisch von Mundartpfarrer Manfred Mergel     

Sonntag, 19. Juni 18 Uhr Konzert mit Christian Teiber, Dipl. mus.päd. Klarinette und Prof. Johannes Mayr, Domorganist an der Konkathedrale St. Eberhard in Stuttgart und Prof. für Orgelimprovisation an den Musikhochschulen Stuttgart und Tübingen

Sonntag 28.August 25-jähriges Glocken-Jubiläum. In einer Feierstunde erinnert der Verein
 an die Einholung der fünf neuen Glocken ab 15 Uhr in Wort und Bild mit dem Glocken-Sachverständigen der Ev.Landeskirche Claus Huber und Moderator Rudolf Guckelsberger mit Texten zum Thema Glocken.

Sonntag 25. September 18 Uhr, Konzert mit dem Chorensemble Claudio Monteverdi

Führungen

Mitgliederversammlung 2022

Annita-Gailing-Stiftung

Vitrine mit Glasmalereien

Herstkonzert 2019

Sommerkonzert 2019

Alexanderkirchen-CD

2014 Kanoniale Sonnenuhr

2013 Neuer Blick auf alte Wehrmauer

2012 Ölbergnische

Schillerglocke

Öffentliche Kirchenführungen in der Alexanderkirche
Am 01. April öffnet die Alexanderkirche für ihre Besucher wieder die Pforten. Bis Ende Oktober wird die Kirche bis auf wenige Ausnahmen täglich von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet sein. Für Besucher, die gerne mehr über die spätgotische Hallenkirche mit ihren Besonderheiten erfahren möchten bietet die Evang. Kirchengemeinde Marbach auch in 2021 zahlreiche öffentliche Führungen an. Einige der Führungen werden ein Schwerpunktthema haben, wie z.Bsp. die Architektur oder der Bericht einer Zeitzeugin aus der Bauzeit der Kirche in historischem Gewand. Jede der ca. einstündigen Führung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich, jedoch erbitten wir ihre Kontaktdaten zur Pandemie-Nachverfolgung. Treffpunkt ist jeweils vor der Kirche.

Die erste öffentliche Führung dieses Jahr findet unter Einhaltung der Abstandsregeln am Ostersonntag,18.04. um 15 Uhr statt. Die Führung beinhaltet Erklärungen zur Baugeschichte, zum Baustil und dessen theologischer Absicht sowie zum Christophorusfresko und vieles mehr, ebenso am Pfingstsonntag 05.06. 15 Uhr.  So. 3.07.15 Uhr, in den Sommerferien 21.08. 15 Uhr Architekturführung, So. 11.09., 15 Uhr Tag des offenen Denkmals Motto: Kulturspur. Ein Fall für den Denkmalschutz. Am So.16.10. 15 Uhr kostümierte Führung.




 
mehr dazu unter 
www.fuehrungen-alexanderkirche.de

Das Gemeindebüro gibt bekannt:

Die Alexanderkirche ist in der Zeit März bis Oktober in der Regel von 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr für Besichtigungen geöffnet. Kurzfristig kann die Kirche aufgrund von Gottesdiensten, Konzertproben u.a. geschlossen sein. Wenn Sie sicher gehen wollen, dass die Kirche geöffnet ist, kontaktieren Sie bitte das Gemeindebüro unter Telefon 07144/ 898013. 
Für angemeldete Gruppenführungen beträgt der Beitrag 35 Euro.

Vom 19.08. bis 11.09. findet eine Kunstausstellung in der Alexanderkirche statt. Die Kirche öffnet erst um 10 Uhr. Vernissage 19.08. 18 Uhr und  Finissage 11.09. 18 Uhr.
Ganz geschlossen muss sie bleiben am Samstag, 16.04. wegen Vorbereitungen zur Osternacht und den ganzen Ostersonntag 17.04. Ebenfalss geschlossen ist die Kirche wegen Konfirmationsvorbereitungen am 14.05. sowie am Samstag 1.10. wegen Erntedankvorbereitungen, ganz geschlossen muss die Kirche zum Erntedankfest am Sonntag, 2.10. sein. Extra: Am Samstag 16.07. schließt die Kirche um 15 Uhr.

Glockenjubiläum "25 Jahre fünf neue Glocken" 28. August

25 Jahre sind es nun her, dass die spätgotische Alexanderkirche fünf neue Glocken aus der Glockengießerei Bachert in Heilbronn erhalten hat. Nachdem im Ersten Weltkrieg zwei Glocken beschlagnahmt und eingeschmolzen wurden, hing dort nur noch die Schillerglocke "Concordia", eine reich verzierte, von Deutschen in Moskau zum 100. Geburtstag von Friedrich Schiller gestiftete Glocke.

Die große Sanierung der Kirche war im Jahre 1997 in vollem Gange, auch der Turm war eingerüstet bis zur Spitze. So bot sich die einmalige Chance, die Alexanderkirche mit einem vollständigen, ihrer Bedeutung angemessenen tontiefen Geläute auszustatten. Innerhalb kurzer Zeit war es in einer beispielhaften Aktion gelungen, einen rein privaten Spenderkreis zu bilden, der die notwendigen Mittel für die fünf Glocken aufbrachte.

Dieses Jubiläum wurde  unlängst mit einer eindrucksvollen Feierstunde begangen. Neben Grußworten erinnerte der frühere Notar in Marbach und Initiator der Aktion Hartmut Braun an den eindrucksvollen Guss in der Glockengießerei Bachert im Beisein zahlreicher Gemeindeglieder sowie an die festliche Einholung der Glocken in die Stadt, auf das spektakuläre Hochziehen und Einbringen in die Glockenstuben und den feierlichen großen Festgottesdienst.

Von dem Geschehen gab es einen Amateurfilm und einen Beitrag in der Abendschau  vom damaligen SDR zu sehen. In einer Lesung nahm dann der Sprecher und Moderator Rudolf Guckelsberger die Anwesenden mit auf einen poetisch ansprechenden und amüsanten Spaziergang durch die Kulturgeschichte der Glocken mit Zitaten, Gedichten, Märchen und Sagen.

Auf dem Kirchen-Vorplatz stellte schließlich Claus Huber, der langjährige Glockensachverständige beim Oberkirchenrat in Stuttgart, die einzelnen Glocken mit Hörproben vor: die kleinste Glocke, die Taufglocke mit dem Ton cis‘‘, die Zeichenglocke mit dem Ton a', die Kreuzglocke mit dem Ton e', die Betglocke mit dem Ton cis' und die größte, knapp 4000 kg schwere Herrenglocke "Dominica" mit dem Ton a. Anschließend war das mächtige, volle Plenum und je nach Anlass auch die verschiedenen Glockenzusammensetzungen zu hören. Die Zuhörer waren beeindruckt. Bei Gebäck und Wein konnten dann noch viele Erinnerungen ausgetauscsht werden.


Konzert 19. Juni:

Christian Teiber, Dipl.mus.päd., ein Meister an der Bassklarinette und Professor Johannes Mayr, Domorganist an St.Eberhard in Stuttgart, an der Voith-Orgel werden ausgesuchte Musik in der ausgezeichneten Akustik der Kirche zum Klingen bringen.

Johannes Mayr (geboren 1963) studierte Katholische Kirchenmusik in Stuttgart bei namhaften Professoren. Als hauptamtlicher Kirchenmusiker wirkte er von 1990 – 2001 in Bad Wurzach, anschließend bis 2011 in Stuttgart in St. Fidelis, dort bis 2004 auch als Regionalkantor. Daneben war er von 1992 bis 2007 Lehrbeauftragter für liturgisches Orgelspiel/Orgelimprovisation in Augsburg. Seit 2004 nimmt er einen Lehrauftrag an der Tübinger Hochschule für Kirchenmusik/Orgelliteraturspiel und Liturgisches Orgelspiel wahr. Seit 2009 lehrt er Orgelimprovisation auch an der Stuttgarter Musikhochschule. Seit 2011 ist er Domorganist an der Konkathedrale  St.Eberhard in Stuttgart und Professor für Orgelimprovisation an den Musikhochschulen in Tübingen und Stuttgart. Als Meister der Improvisation an der Orgel erhielt er zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen.

Christian Teiber, (geboren 1975) studierte Klarinette an der Musikhochschule in Nürnberg bei Peter Reich und später am College of Fine Arts in Boston (USA). In Nürnberg erwarb er das instrumentalpädagogische, das künstlerische sowie das Meisterklassendiplom(Solistenklasse). Zusätzlich absolvierte er sowohl ein Orchesterpraktikum bei den Nürnberger Symphonikern als auch ein Diplom für Musik Performance in Boston.

Seit 2011ist Christian Teiber freischaffend tätig und konzertierte in verschiedenen Orchestern. Er bestritt Konzerte mit renommierten Künstlern wie Zubin Metha und anderen. Postgraduale Studien sowie Meisterkurse absolvierte er bei Karl Leister, Manfred Preis, Michele Zukofsky sowie Ulrich Wurlitzer.  
Er engagierte sich zusätzlich im instrumentalpädagogischen Bereich als Lehrer an Musikschulen und Universitäten im In-und Ausland und in musikpädagogischer Forschung.



Mitgliederversammlung 2022

Bei der Mitgliederversammlung 2022, die am 19. Mai endlich wieder im geselligen Rahmen im Turnerheim stattfinden konnte, durften 6 langjährige Vereinsmitglieder eine Stifterurkunde in Empfang nehmen und damit die Reihe der Stifter auf über 300 verlängern. Diese Urkunde wird verliehen, wenn insgesamt 750 Euro oder mehr an Beiträgen und Spenden geleistet wurden.

Der Vorsitzende Herbert Pötzsch rief die Anwesenden zu einer Gedenkminute für die verstorbenen Vereinsmitglieder auf und wies darauf hin, dass bei jedem Todesfall leider auch die Mitgliederzahl geringer wird, bei sehr wenigen Neuzugängen. 

Der Verein setzt sich für den Erhalt der wunderschönen gotischen Kirche ein, aber auch für noch mehr Kulturgeschehen in der Stadt. Dies wird auch durch die großzügige Stiftung von Frau Annita Gailing ermöglicht, über die schon berichtet wurde. Für die traditionellen Konzerte im Sommer und Herbst und andere hochwertige Veranstaltungen laufen die Vorbereitungen, und es liegen schon verschiedene Zusagen für die Jahre 2023 und sogar 2024 vor.

 Zum Vormerken: Das nächste Konzert mit dem Klarinettisten Christian Teiber und dem Domorganisten Prof. Johannes Mayr (Stuttgart) findet am Sonntag, 19. Juni 2022 um 18 Uhr statt.Weiter können wir uns auf den 28. August freuen; mit einem kleinen Fest vor der Alexanderkirche soll das 25-jährige Glockenjubiläum gefeiert werden.

Das Herbstkonzert am 25. September 2022 wird vom Monteverdi-Chor gestaltet, der schon lange mal wieder bei uns gastieren möchte. 

Mit einem besonderen „Projekt“ soll die Annita-Gailing Stiftung auch in der Öffentlichkeit bekannter werden. Bei vielerlei musikalischen Veranstaltungen soll in Zukunft eine transportable „Truhenorgel“ zum Einsatz kommen, die in unserer Kirche bisher gefehlt hat. Herr Andreas Willberg, als Bezirkskantor ein ausgewiesener Fachmann, stellte in einem interessanten Vortrag mit Fotos von alten und modernen Instrumenten diesen Typ einer Orgel vor. Eine Truhenorgel ist beweglich und vielseitig einsetzbar, kann also auch vor dem Altar oder im Chor aufgestellt werden. Ein Prototyp der Positiv-Orgel aus der Werkstatt Friedrich Lieb, von der auch die Orgel in der Stadtkirche stammt, kann in der Ludwigsburger Stadtkirche am 18. Juni um 11 Uhr besichtigt werden. 

Aus der Begeisterung der anwesenden Vereinsmitglieder erging der einstimmige Auftrag an den Vorstand, die Anschaffung einer solchen Truhenorgel zu veranlassen. Die Kosten würden hälftig vom Verein und der Annita-Gailing-Stiftung getragen. Laut dem Vorsitzenden Herrn Pötzsch „können wir uns diese Ausgabe leisten“, zumal derzeit außer den laufenden Erhaltungsmaßnahmen und der Pflege der Parkanlage keine teuren Sanierungen oder Reparaturen an der Kirche anstehen.

Was bei einer Vereins-Mitgliederversammlung noch wichtig ist: der Abschluss für 2021 sowie der Haushaltsplan für 2022 wurden von den anwesenden Mitgliedern einstimmig genehmigt und somit der Vorstand insgesamt entlastet.  (Ilse Barona,Schriftführerin)
 
 
 

Annita-Gailing-Stiftung:

Für den Verein zur Erhaltung der Alexanderkirche gab es im Jahr 2021 eine überraschend gute Nachricht. Frau Annita Gailing, verstorben am 29.05.2020, vermachte dem Verein  testamentarisch zwei Wohnungen und ein beträchtliches Barvermögen, das ausschließlich der baulichen Erhaltung und Erneuerung der Alexanderkirche und der sie umgebenden Wehranlage und insbesondere der Pflege und Förderung eines vielfältigen kulturellen Angebots zugutekommen soll. Die spätgotische Alexanderkirche, die eine besonders gute Akustik aufweist, eignet sich dafür hervorragend als Stätte der Musik und der Literatur. Mit Veranstaltungen soll die Kirche ein Ort der Begegnung sein und Menschen zusammen führen, so der testamentarische Wille.

Das Stiftungsvermögen soll ungeschmälert in seinem Wert erhalten bleiben; nur die Erträge aus dem Vermögen können für die Erfüllung des Stiftungszweckes verwendet werden. So formulierte es die Stifterin.

Um den Willen von Frau Gailing erfüllen zu können, wurde eine nicht rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts, die Annita-Gailing-Stiftung zur Erhaltung der Alexanderkirche, errichtet. Die Verwaltung  und die Erfüllung des Stifterwillen obliegt dem Vorstand des Vereins, der sich die Unterstützung Dritter bei Bedarf einholen kann.

In einer Satzung wurde der Stiftungszweck gemäß dem Wortlaut des Testaments definiert:

Unterstützung der Evangelischen Kirchengemeinde Marbach am Neckar mit Rat und Tat sowie finanzielle Beiträge für die       Erhaltung und Erneuerung der Alexanderkirche.
 
Die mäzenatische Förderung eines vielfältigen kulturellen Angebots mit Konzerten, Lesungen, Vorträgen und Ausstellungen,     das der Ausstrahlung und Spiritualität dieser Kirche gerecht wird.

Am 14. Januar 2022 wurde die Errichtung der Stiftung mit der anliegenden Satzung durch die Unterschriften der drei               vertretungsberechtigten Mitglieder des Vorstands vollzogen.

 
   

Das war 2019:

Präsentation der verbliebenen mittelalterlichen Glasmalereien 

In einer Nische am linken Emporenaufgang befindet sich jetzt eine Glasvitrine mit Beleuchtung, in der die Reste einer mittelalterlichen Verglasung eines Chorfensters zu bestaunen sind. Frau Melanie Rager, Glasmalerin und studierte Restauratorin vom Stuttgarter Atelier für Glasgestaltung von Valentin Saile, hat sich für ihre Masterarbeit intensiv mit den Bruchstücken beschäftigt und sie ganz behutsam restauriert und konserviert. Was dabei herauskam, war so beachtenswert, dass  der Verein beschloss, die Glasmalereien der Öffentlichkeit zu präsentieren, erklärte der 1.Vorsitzende Herbert Pötzsch bei der Übergabe in einer kleinen Feierstunde. 

 mehr dazu bei Sakristeischrank & Glasvitrine

Herbstkonzert
Das auf a-capella-Gesang spezialisierte Vokalensemble Zwölfklang gastierte erneut am Samstag, 21.September auf Einladung des Vereins in der Alexanderkirche. Wie immer bei ihrem Sommerprogramm  präsentierten die Sänger eher weltliche, jazzige Stücke, Easy Listening. Für die Klassikfreunde hatten sie jedoch auch Bach und Schütz im Programm. Das Ensemble von 20 ambitionierten Sängern sang ohne Instrumentalbegleitung bis zu achtstimmige Kompositionen in verschiedenen Aufstellungen. Das war Chorgesang vom Feinsten. An der Klarinette war Laura Müller zu hören. 

Wir freuten uns, dass wir zu diesem Konzert auch Gäste aus der Marbacher Partnerstadt L'Isle-Adam, die an diesem Wochenende in Marbach weilten, begrüßen konnten.

Sommerkonzert "Fine Music" 01. Juni 2019, 19 Uhr

"Wenn die Musik der Liebe Nahrung ist, spielt weiter!“ (William Shakespeare)

Unter diesem Motto präsentierte sich das Ensemble „Fine Music“ mit Claudia Stefke-Leuser (Sopran), Heidrun Bauer-Laukemann (Flöte), und Eberhard Leuser (Klavier)  in der Alexanderkirche. Alle drei sind renommierte MusikerInnen aus der Region.
Ihr Programm war reich an musikalischen Kostbarkeiten; vom Barock über den frz. Impressionismus bis hin zur Moderne. Es gab zu hören graziöse Lieder des englischen Komponisten Henry Purcell, von Benjamin Britten einige Stücke aus den Folksong-Arrangements, die er aus einer gewissen Nostalgie heraus schrieb, Musik von Claude Debussy, die verträumte "Sheherazade" von Maurice Ravel und die Flötensonate von Jules Mouquet, ein Beispiel für sprühende, funkelnde Flötenmusik, deren einzelne Sätze aus Versen der Antike stammen. Dazwischen kommentierte Eberhard Leuser in charmantem Plauderton die einzelnen Lieder und ihre Entstehungsgeschichte. 


Neues Vorstandsmitglied

Jochen Biesinger aus Rielingshausen von der Katholischen Kirchengemeinde zur Heiligen Familie wurde einstimmig in der Mitgliederversammlung am 28. März 2019 als Nachfolger von Dr. Peter Halfter in den Vorstand gewählt. 


Veranstaltungen 2018:

Herbstkonzert, 29. September 
Am eigens dafür angelieferten Konzertflügel spielte die Marbacher Konzertpianistin Amrit Schönauer Werke von Bach, Schubert, Chopin sowie zeitgenössisches Romantic Piano. Dazwischen zeigte die junge, mehrfach ausgezeichnete Schülerin Hanna Hirzel aus Vaihingen/Enz an der großen Konzertharfe ihr großes musikalisches Können. Die zahlreichen Zuhörer waren begeistert von den zarten und perlenden, fast schwebenden Klängen von Harfe und Konzertflügel und spendeten reichlich Beifall, der wiederum mit der Zugabe von einem Abendlied und der Ode an die Freude, gespielt an der Harfe belohnt wurde. 

Alexandertag, 06. Mai 10 Uhr
Der Theologe, Buchautor, Fernsehjournalist und Moderator Peter Hahne kam auf Einladung des Vereins zur Erhaltung der Alexanderkirche und der Evangelischen Kirchengemeinde nach Marbach und hielt in der bis auf den letzten Platz besetzten Alexanderkirche die Predigt zum Alexandertag. Der Posaunenchor umrahmte festlich den Gottesdienst.
Bis zur Reformation war die Alexanderkirche eine viel besuchte Wallfahrtskirche. Hier wurden dem als Märtyrer gestorbenen und später heilig gesprochenen Kirchenvater Alexander zugewiesene Reliquien verwahrt, die nach der Überlieferung vom Kloster Speyer nach Marbach gekommen waren. Es ist eine gute Tradition geworden, dass der Verein zur Erhaltung der Alexanderkirche seit den umfassenden Renovierungsarbeiten im Jahr 1997 zum Alexandertag, dem ersten Sonntag im Mai, einen herausragenden Theologen um die Predigt bittet. Dieses Jahr war es der Fernsehjournalist und Bestsellerautor Peter Hahne, der für die Predigt aus Berlin anreiste. Er ist Studienkollege des bisherigen Marbacher Dekans Dr. Heinz-Werner Neudorfer, der die Verbindung knüpfte.
Der Diplomtheologe und Medienprofi war jahrelang das Gesicht der ZDF-Nachrichtensendungen „heute“ und „heute-journal“. Als Leiter der Programmdirektion führte er bis zu seinem Ruhestand Ende 2017 im ZDF-Sonntagstalk aus dem Studio vom Brandenburger Tor mehr als hundert Sommerinterviews mit den Spitzen der Republik. Seit 1996 ist er Kolumnist der „Bild am Sonntag“. Von 1992 bis 2009 war Peter Hahne Mitglied im Rat der Evangelischen Kirche (EKD) in Deutschland, er ist Kuratoriumsmitglied des evangelikalen Vereins ProChrist und seit Dezember 2017 Mitglied der Deutschen Evangelisten Konferenz. Er erhielt zahlreiche Ehrungen.
Er gilt als wortgewaltige Persönlichkeit mit klarer Ansage. Seine politischen Aussagen provozieren manche und regen zum Widerspruch an. Als Moderator und Kommentator vertritt er aufgrund seiner christlichen Grundhaltung wertkonservative Positionen, die sich auch in seinen zahlreichen Veröffentlichungen wiederfinden. Sein Buch „Schluss mit lustig“ wurde Jahresbestseller auf der Spiegel-Liste im Jahr 2005, 2006 erreichte es Platz fünf. Darin übt er Kritik an der von ihm so genannten „Spaßgesellschaft“.

Alexanderkirchen-CD

"Licht im Stein - Glocken, Orgel und Bläser aus der Alexanderkirche"

Der Verein zur Erhaltung der Alexanderkirche hat eine CD mit den Glocken, der Orgel und Bläsern aus der Alexanderkirche erstellt.
Darin werden zuerst die Alexanderkirche und dann alle fünf neuen Glocken und die historische Concordia-Glocke einzeln und als Gesamtgeläute sowie die Voith-Orgel jeweils in Wort und Ton vorgestellt.
Auf der historischen Voit-Orgel spielt Kirchenmusikdirektor Hermann Toursel.  Axel Hofer vom Ev. Posaunenchor mit seinem Canstatter Brass-Ensemble übernahm den Part der Bläser.
Als Sprecherin konnte die aus Marbach stammende, in Zürich wohnhafte und beim Schweizer Fernsehen tätige Dorothee Roth gewonnen werden.
Die beiden Glockensachverständigen Claus Huber und Jens Harnisch aus Stuttgart haben die Glockenaufnahmen als selten schön bezeichnet. Auch die Orgel und die Bläser kommen ausgezeichnet zur Geltung.
Im beiliegenden Booklet werden alle Glocken einzeln und auch die Orgel sehr ausführlich beschrieben, ebenso finden sich Informationen zur Alexanderkirche und zum Verein. Ein kleines Nachschlagewerk und ein schönes Geschenk!

Die CD ist erhältlich bei

Buchhandlung Taube, Wendelinskapelle Marktstraße,
Schillers Geburtshaus, Niklastorstraße und bei den Vorstandsmitgliedern.
                                          
Notar a.D. Hartmut Braun Tel. 07144 - 123 19, Fax 886570  und Arnegunde Bärlin (abaerlin@gmx.de).

Die CD kostet 7.50 Euro und kann auch gerne gegen eine zusätzl. Gebühr von 2 Euro für Verpackung und Porto zugesandt werden. Kontonummern des Vereins bei "Verein".

2014 
Kanoniale Sonnenuhr:

An der südlichen Außenwand der Alexanderkirche befindet sich eine Sonnenuhr. Der Schattenstab fehlte, der Stein war ungepflegt und an den Rändern angefressen. 

LInks von dieser Sonnenuhr befindet sich ein Inschriftenstein mit der römischen Jahreszahl 1453. Dieser bezeugt, dass zu jenem Zeitpunkt mit der Verbreiterung der zuvor romanischen Basilika durch den gräflichen, württembergischen Baumeister Aberlin Jörg  begonnen wurde. Mindestens so alt ist auch die Sonnenuhr. 

Die Alexanderkirche war zu jener Zeit bis zur Reformation wegen ihrer dem hl. Alexander zugeschriebenen Reliquien Stätte einer blühenden Wallfahrt. Zahlreiche Geistliche versahen dort ihren Dienst.

Die Sonnenuhr, eine sogenannte Kanoniale Sonnenuhr, bestimmte die seit Benedikt von Nursia (9.Jh.) im Tagesverlauf streng geregelten Gebets-und Messzeiten. Der Schattenstab teilt den Tag nur in Zeitabschnitte ein; er diente als einfacher Zeitanzeiger für den sich über die Jahreszeit verändernden Beginn der Messfeiern und Gebete.

Der Stein mit der Sonnenuhr und das umgebende Mauerwerk wurden restauriert und ein neuer Schattenstab - sogen. Gnomon - eingesetzt; das Regenfallrohr wurde versetzt und das Ganze sieht nun sehr ordentlich aus. Eine Tafel mit erläuternden Worten zur Sonnenuhr und dem Inschriftenstein wurde angebracht.

Zu danken ist Dipl.Ing. (FH) Matthias Weccard für die rasche Umsetzung und Dipl. Ing. Dieter Baader, der auch maßgeblich geholfen hat, die wissenschaftliche und historische Grundlage für die Kanoniale Sonnenuhr zu ermitteln.


2013:
Neuer Blick auf alte Wehrmauer

Seit den ersten Februartagen bietet sich von der Straße "Am alten Markt" aus ein völlig neuer Blick auf die Wehrmauer der Alexanderkirche: Ein Wohnhaus, das bisher direkt an die Mauer angebaut war, wurde abgerissen und dieses Stück der alten Mauer freigelegt.

Das Grundstück hatte die Stadt erworben, eine sehr großzügige Spende ermöglichte den Abriss des nicht denkmalgschützten Hauses.

Imposanter als bislang zeigt sich der Charakter des als Wehrkirche erbauten jahrhundertealten Bauwerks. Der gesamte Kirchenkomplex wirkt jetzt größer und wuchtiger.
Für die Sanierung des Mauerabschnitts kam der Verein auf.
Die freie Fläche davor wurde schlicht begrünt in die zuvor schon bestehende städtische Grünanlage integriert.
Ein aktuelles und zum Vergleich historisches Foto sehen Sie bei Höhepunkte.



2012:
Ölbergnische

Da d
ie Marbacher Alexanderkirche mit den ihrem Namenspatron Alexander, dem sechsten Papst der Kirchengeschichte, zugeschriebenen Reliquien, früher ein vielbesuchter Wallfahrtsort war, kann man sich lebhaft vorstellen, wie nicht nur am dritten Mai, dem Namenstag des Kirchenpatrons, sondern ganz besonders in der Passionszeit Andachten auch vor der Ölbergnische stattfanden. Die Ölbergnische war für die einfache Bevölkerung ein Ort, an dem geistliches und gottesdienstliches Leben stattfand.

Mit der Einführung der Reformation im Herzogtum Württemberg im Jahre 1534 hatte es damit ein Ende. Die Schutzverkleidung der Nische kam abhanden, die Landschaftsdarstellung an der Rückwand verblasste, die Holzfiguren der Ölbergdarstellung wurden 1923 zur Finanzierung einer Chorfenstererneuerung verkauft und die Nische selbst verlotterte im Laufe der Jahrhunderte.

Erst zum Abschluss der umfassenden Renovierung der Kirche wurde in den Jahren ab 2005 die Nische restauriert und konserviert, ein handgeschmiedetes Gitter angebracht und sie erhielt eine zeitgenössische Bronzeskulptur.

Und nun, also 478 Jahre nach der Reformation wurde  wieder eine Andacht am Karfreitag-Morgen vor der nun geöffneten Ölbergnische abgehalten. Dekan Dr. Heinz-Werner Neudorfer veranschaulichte in einer ausführlichen Lesung aus dem Markusevangelium  die Nöte und Ängste Jesu’ vor seiner Verhaftung im Garten Gethsemane. Sie finden in der modernen Bronzeskulptur von Michaela A. Fischer einen immer aktuellen künstlerischen Ausdruck. 


Neben der Nische befindet sich nun eine Hinweistafel mit diesem Wortlaut:

 
Ölbergnische

Vor dem Hintergrund einer Freskomalerei aus dem 15. Jh. zur biblischen Szene im Garten Gethsemane standen einst Holzfiguren aus der Zeit um 1480. Sie wurden 1923 zur Finanzierung der Chorfenster verkauft. Die von Michaela A. Fischer im Jahre 2011 geschaffene Bronzeplastik überträgt das Geschehen der Passion in die heutige Zeit. Jesus steht allein gelassen mit seiner Not und Angst – vergleichbar mit der Situation des modernen Menschen -  zwischen den abgewandten, schlafenden, sich seiner Not verschließenden Jüngern und dem ihn verratenden Judas. Die Bronzewände haben Teile eines Davidsterns zum Grundriss; sie lassen nur den Weg nach oben frei – zu Gott hin. Das hinzueilende Fußpaar symbolisiertdie „Gaffer“, die sich am Unglück Anderer weiden.

 

Für die Künstlerin Michaela A. Fischer aus Ilsfeld-Auenstein war die Enthüllung "ein großartiger Moment nach über einem Jahr Arbeit, Bangen und Zittern. Meine Vision hat sich bewahrheitet."

Einweihg.Bronzesk.JPG

Die fünfteilige, rund 400 Kilo schwere Bronzewand drücke die Not und Zunkunftsangst des todgeweihten Messias aus. "Mein Werk will ermutigen, sich in schweren Stunden Gott anzuvertrauen, will mahnen gegen Gleichgültigkeit und auffordern, Menschen in Not zu helfen. Wenn nur eine diese Botschaften bei Ihnen ankommt, dann hat sich meine Arbeit gelohnt."


Den Wortlaut der Grußworte (leicht gekürzt) finden Sie auf der Seite  "Ölbergnische"


 


Zum Schillerjahr 2009 bot die Glockengießerei Peter Glasbrenner eine besonders schöne
                                              Schillerglocke
aus Glockenbronze zu 75 Euro an. Auf der Vorderseite sehen Sie die Silhouette von Friedrich Schiller mit seinem Namenszug darunter, auf der Rückseite ein aufgeschlagenes Buch. Der obere Abschluss ist als Krone ausgeführt. Auf Wunsch kann die Glocke mit Initialen bis zu 12 Buchstaben ohne Aufpreis individuell gestaltet werden.
In die altertümlich beschriftete, würfelartige Verpackung ist der vollständige Text von "Das Lied von der Glocke" eingearbeitet.
Die Glocke kann immer noch bestellt werden bei Glockengießer Peter Glasbrenner,
E-mail HP275GLASBRENNER@aol.com, Tel. 07907 - 14 22.


 
zurück start weiter