Nachrichten

Termine 2026:

Sonntag, 3. Mai, 10 Uhr
Gottesdienst zum Alexandertag mit Predigt
von Gebhard Fürst, emeritierter Bischof
der Diözese Rottenburg-Stuttgart
Freitag, 3. Juli, 18 Uhr
Mitgliederversammlung in der Alexanderkirche
Sonntag, 13. September
Tag des offenen Denkmals mit Führungen
Sonntag, 18. Oktober, 18 Uhr, Alexanderkirche
Konzert mit dem Maulbronner Kammerchor "Verwandlungen"






Öffentliche Kirchenführungen in der Alexanderkirche

Das Gemeindebüro gibt bekannt:
Die Alexanderkirche ist in der Zeit März bis Oktober in der Regel von 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr für Besichtigungen geöffnet. Kurzfristig kann die Kirche aufgrund von Gottesdiensten, Konzertproben u.a. geschlossen sein. Wenn Sie sicher gehen wollen, dass die Kirche geöffnet ist, kontaktieren Sie bitte das Gemeindebüro unter Telefon 07144/ 898013. Wegen Konfirmationsvorbereitungen kann die Kirche auch geschlossen sein.

Für angemeldete Gruppenführungen beträgt der Beitrag 35 Euro. 
Für Besucher, die gerne mehr über die spätgotische Hallenkirche mit ihren Besonderheiten erfahren möchten bietet die Evang. Kirchengemeinde Marbach auch in 2025 zahlreiche öffentliche Führungen an. Einige der Führungen werden ein Schwerpunktthema haben, wie z.B. die Architektur oder der Bericht einer Zeitzeugin aus der Bauzeit der Kirche in historischem Gewand. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt ist jeweils vor der Kirche.

Führungen in 2025
Die erste öffentliche Führung dieses Jahr findet am Ostersonntag, 20.04.2025 um 15 Uhr statt, am Pfingstsonntag 08.06.2025 um 15 Uhr.

In den Sommerferien Sonntag 17.08.2025 um 15 Uhr Architekturführung,
und Sonntag 14.09.2025 um 15 Uhr Tag des offenen Denkmals.

 mehr dazu unter www.fuehrungen-alexanderkirche.de



Mitgliederversammlung 2025

Der Vorsitzende Dr. Willenberg begrüßte die Anwesenden und gab einen kurzen Rückblick auf die Veranstaltungen des vergangenen Jahres 2024: im Mai der Alexandertag mit Prälat Ralf Albrecht, im Juni die Einweihung der Truhenorgel, im Juli das Konzert der Stuttgarter Hymnus-Chorknaben und im Oktober das Trio-Konzert mit Benedetta Costantini.

Im laufenden Jahr 2025 wird der Alexandertag am 4. Mai gleichzeitig mit dem 18.-Jahrhundertfest begangen. Die Predigt hält Dr. Manfred Bittighofer, früherer Stiftskirchenpfarrer an der Stuttgarter Stiftskirche.

Eine weitere interessante Veranstaltung, gemeinsam mit dem Schillerverein, gibt es am Sonntag, 29. Juni um 18 Uhr in der Alexanderkirche mit einer Lesung von Dr. Jonathan Schilling aus seinem neuen Buch über Ottilie Wildermuth; ein Wein- und Sektempfang schließt sich daran an.

Die Regularien mit Kassenbericht 2024 und Haushaltsplan 2025 wurden einstimmig abgesegnet und der Vorstand wurde entlastet.

Als Nachfolger von Herrn Dußler, der bis jetzt als kommisarischer Kassier tätig war, stellte sich Sven Ettl als neuen Schatzmeister vor und wurde einstimmig gewählt.

Im Anschluss hielt Stadtarchivar Albrecht Gühring einen Vortrag mit Folien über die Grabmäler an und in der Alexanderkirche bzw. auch in der Stadtkirche. Seine Darstellung der dazugehörigen Marbacher Stadtgeschichten und ihren Persönlichkeiten war für alle Mitglieder hochinteressant.


Das war 2022

Glockenjubiläum "25 Jahre fünf neue Glocken" 28. August

25 Jahre sind es nun her, dass die spätgotische Alexanderkirche fünf neue Glocken aus der Glockengießerei Bachert in Heilbronn erhalten hat. Nachdem im Ersten Weltkrieg zwei Glocken beschlagnahmt und eingeschmolzen wurden, hing dort nur noch die Schillerglocke "Concordia", eine reich verzierte, von Deutschen in Moskau zum 100. Geburtstag von Friedrich Schiller gestiftete Glocke.

Die große Sanierung der Kirche war im Jahre 1997 in vollem Gange, auch der Turm war eingerüstet bis zur Spitze. So bot sich die einmalige Chance, die Alexanderkirche mit einem vollständigen, ihrer Bedeutung angemessenen tontiefen Geläute auszustatten. Innerhalb kurzer Zeit war es in einer beispielhaften Aktion gelungen, einen rein privaten Spenderkreis zu bilden, der die notwendigen Mittel für die fünf Glocken aufbrachte.

Dieses Jubiläum wurde  unlängst mit einer eindrucksvollen Feierstunde begangen. Neben Grußworten erinnerte der frühere Notar in Marbach und Initiator der Aktion Hartmut Braun an den eindrucksvollen Guss in der Glockengießerei Bachert im Beisein zahlreicher Gemeindeglieder sowie an die festliche Einholung der Glocken in die Stadt, an das spektakuläre Hochziehen und Einbringen in die Glockenstuben und den feierlichen großen Festgottesdienst.

Von dem Geschehen gab es einen Amateurfilm und einen Beitrag in der Abendschau  vom damaligen SDR zu sehen. In einer Lesung nahm dann der Sprecher und Moderator Rudolf Guckelsberger die Anwesenden mit auf einen poetisch ansprechenden und amüsanten Spaziergang durch die Kulturgeschichte der Glocken mit Zitaten, Gedichten, Märchen und Sagen.

Auf dem Kirchen-Vorplatz stellte schließlich Claus Huber, der langjährige Glockensachverständige beim Oberkirchenrat in Stuttgart, die einzelnen Glocken mit Hörproben vor: die kleinste Glocke, die Taufglocke mit dem Ton cis‘‘, die Zeichenglocke mit dem Ton a', die Kreuzglocke mit dem Ton e', die Betglocke mit dem Ton cis' und die größte, knapp 4000 kg schwere Herrenglocke "Dominica" mit dem Ton a. Anschließend war das mächtige, volle Plenum und je nach Anlass auch die verschiedenen Glockenzusammensetzungen zu hören. Die Zuhörer waren beeindruckt. Bei Gebäck und Wein konnten dann noch viele Erinnerungen ausgetauscsht werden.



Annita-Gailing-Stiftung:

Für den Verein zur Erhaltung der Alexanderkirche gab es im Jahr 2021 eine überraschend gute Nachricht. Frau Annita Gailing, verstorben am 29.05.2020, vermachte dem Verein  testamentarisch zwei Wohnungen und ein beträchtliches Barvermögen, das ausschließlich der baulichen Erhaltung und Erneuerung der Alexanderkirche und der sie umgebenden Wehranlage und insbesondere der Pflege und Förderung eines vielfältigen kulturellen Angebots zugutekommen soll. Die spätgotische Alexanderkirche, die eine besonders gute Akustik aufweist, eignet sich dafür hervorragend als Stätte der Musik und der Literatur. Mit Veranstaltungen soll die Kirche ein Ort der Begegnung sein und Menschen zusammen führen, so der testamentarische Wille.

Das Stiftungsvermögen soll ungeschmälert in seinem Wert erhalten bleiben; nur die Erträge aus dem Vermögen können für die Erfüllung des Stiftungszweckes verwendet werden. So formulierte es die Stifterin.

Um den Willen von Frau Gailing erfüllen zu können, wurde eine nicht rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts, die Annita-Gailing-Stiftung zur Erhaltung der Alexanderkirche, errichtet. Die Verwaltung  und die Erfüllung des Stifterwillen obliegt dem Vorstand des Vereins, der sich die Unterstützung Dritter bei Bedarf einholen kann.

In einer Satzung wurde der Stiftungszweck gemäß dem Wortlaut des Testaments definiert:

Unterstützung der Evangelischen Kirchengemeinde Marbach am Neckar mit Rat und Tat sowie finanzielle Beiträge für die       Erhaltung und Erneuerung der Alexanderkirche.
 
Die mäzenatische Förderung eines vielfältigen kulturellen Angebots mit Konzerten, Lesungen, Vorträgen und Ausstellungen,     das der Ausstrahlung und Spiritualität dieser Kirche gerecht wird.

Am 14. Januar 2022 wurde die Errichtung der Stiftung mit der anliegenden Satzung durch die Unterschriften der drei               vertretungsberechtigten Mitglieder des Vorstands vollzogen.

 
   




Alexanderkirchen-CD
"Licht im Stein - Glocken, Orgel und Bläser aus der Alexanderkirche"

Der Verein zur Erhaltung der Alexanderkirche hat eine CD mit den Glocken, der Orgel und Bläsern aus der Alexanderkirche erstellt.
Darin werden zuerst die Alexanderkirche und dann alle fünf neuen Glocken und die historische Concordia-Glocke einzeln und als Gesamtgeläute sowie die Voith-Orgel jeweils in Wort und Ton vorgestellt.
Auf der historischen Voit-Orgel spielt Kirchenmusikdirektor Hermann Toursel.  Axel Hofer vom Ev. Posaunenchor mit seinem Canstatter Brass-Ensemble übernahm den Part der Bläser.
Als Sprecherin konnte die aus Marbach stammende, in Zürich wohnhafte und beim Schweizer Fernsehen tätige Dorothee Roth gewonnen werden.
Die beiden Glockensachverständigen Claus Huber und Jens Harnisch aus Stuttgart haben die Glockenaufnahmen als selten schön bezeichnet. Auch die Orgel und die Bläser kommen ausgezeichnet zur Geltung.
Im beiliegenden Booklet werden alle Glocken einzeln und auch die Orgel sehr ausführlich beschrieben, ebenso finden sich Informationen zur Alexanderkirche und zum Verein. Ein kleines Nachschlagewerk und ein schönes Geschenk!

Die CD ist erhältlich bei

Buchhandlung Taube, Wendelinskapelle Marktstraße,
Schillers Geburtshaus, Niklastorstraße und bei dem Vorstandsmitglied Arnegunde Bärlin (abaerlin@gmx.de).

                                          
Zum Schillerjahr 2009 bot die Glockengießerei Peter Glasbrenner eine besonders schöne
                                              Schillerglocke
aus Glockenbronze zu 75 Euro an. Auf der Vorderseite sehen Sie die Silhouette von Friedrich Schiller mit seinem Namenszug darunter, auf der Rückseite ein aufgeschlagenes Buch. Der obere Abschluss ist als Krone ausgeführt. Auf Wunsch kann die Glocke mit Initialen bis zu 12 Buchstaben ohne Aufpreis individuell gestaltet werden.
In die altertümlich beschriftete, würfelartige Verpackung ist der vollständige Text von "Das Lied von der Glocke" eingearbeitet.
Die Glocke kann immer noch bestellt werden bei Glockengießer Peter Glasbrenner,
E-mail HP275GLASBRENNER@aol.com, Tel. 07907 - 14 22.

Die CD kostet 7.50 Euro und kann auch gerne gegen eine zusätzl. Gebühr von 2 Euro für Verpackung und Porto zugesandt werden. Kontonummern des Vereins bei "Verein".

2012:
Ölbergnische

Da d
ie Marbacher Alexanderkirche mit den ihrem Namenspatron Alexander, dem sechsten Papst der Kirchengeschichte, zugeschriebenen Reliquien, früher ein vielbesuchter Wallfahrtsort war, kann man sich lebhaft vorstellen, wie nicht nur am dritten Mai, dem Namenstag des Kirchenpatrons, sondern ganz besonders in der Passionszeit Andachten auch vor der Ölbergnische stattfanden. Die Ölbergnische war für die einfache Bevölkerung ein Ort, an dem geistliches und gottesdienstliches Leben stattfand.

Mit der Einführung der Reformation im Herzogtum Württemberg im Jahre 1534 hatte es damit ein Ende. Die Schutzverkleidung der Nische kam abhanden, die Landschaftsdarstellung an der Rückwand verblasste, die Holzfiguren der Ölbergdarstellung wurden 1923 zur Finanzierung einer Chorfenstererneuerung verkauft und die Nische selbst verlotterte im Laufe der Jahrhunderte.

Erst zum Abschluss der umfassenden Renovierung der Kirche wurde in den Jahren ab 2005 die Nische restauriert und konserviert, ein handgeschmiedetes Gitter angebracht und sie erhielt eine zeitgenössische Bronzeskulptur.

Und nun, also 478 Jahre nach der Reformation wurde  wieder eine Andacht am Karfreitag-Morgen vor der nun geöffneten Ölbergnische abgehalten. Dekan Dr. Heinz-Werner Neudorfer veranschaulichte in einer ausführlichen Lesung aus dem Markusevangelium  die Nöte und Ängste Jesu’ vor seiner Verhaftung im Garten Gethsemane. Sie finden in der modernen Bronzeskulptur von Michaela A. Fischer einen immer aktuellen künstlerischen Ausdruck. 


Neben der Nische befindet sich nun eine Hinweistafel mit diesem Wortlaut:

 
Ölbergnische

Vor dem Hintergrund einer Freskomalerei aus dem 15. Jh. zur biblischen Szene im Garten Gethsemane standen einst Holzfiguren aus der Zeit um 1480. Sie wurden 1923 zur Finanzierung der Chorfenster verkauft. Die von Michaela A. Fischer im Jahre 2011 geschaffene Bronzeplastik überträgt das Geschehen der Passion in die heutige Zeit. Jesus steht allein gelassen mit seiner Not und Angst – vergleichbar mit der Situation des modernen Menschen -  zwischen den abgewandten, schlafenden, sich seiner Not verschließenden Jüngern und dem ihn verratenden Judas. Die Bronzewände haben Teile eines Davidsterns zum Grundriss; sie lassen nur den Weg nach oben frei – zu Gott hin. Das hinzueilende Fußpaar symbolisiertdie „Gaffer“, die sich am Unglück Anderer weiden.

 

Für die Künstlerin Michaela A. Fischer aus Ilsfeld-Auenstein war die Enthüllung "ein großartiger Moment nach über einem Jahr Arbeit, Bangen und Zittern. Meine Vision hat sich bewahrheitet."

Einweihg.Bronzesk.JPG

Die fünfteilige, rund 400 Kilo schwere Bronzewand drücke die Not und Zunkunftsangst des todgeweihten Messias aus. "Mein Werk will ermutigen, sich in schweren Stunden Gott anzuvertrauen, will mahnen gegen Gleichgültigkeit und auffordern, Menschen in Not zu helfen. Wenn nur eine diese Botschaften bei Ihnen ankommt, dann hat sich meine Arbeit gelohnt."


Den Wortlaut der Grußworte (leicht gekürzt) finden Sie auf der Seite  "Ölbergnische"


 


 
zurück start weiter